Gaucho Trail Motor Challenge Fahrzeugvorbereitungen


Um das Gesamtgewicht möglichst gleichmässig auf beide Achsen zu verteilen, habe ich vorne eine mit Riffelblech gestaltete, abschliessbare Ablagebox konstruiert. Dort kann ich den Offroad-Wagenheber, Zugeketten und Abschleppseile unterbringen.

Sorgsam habe ich darauf geachtet, dass keine Lüftungsöffnungen für den Kühler verdeckt werden. Daher liegt diese Kiste auch nicht auf der Stossstange auf, weil auch auf dieser Höhe nochmals ein 4 cm breiter Lüftungsschlitz vorhanden ist.

 

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20251216_180120.jpg
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Das Fahrwerk habe ich ebenfalls modifiziert, indem ich die Schäkel der Blattfedernhalterungen verlängert und verstärkt habe. Zudem wurde das Fahrzeuge mit stärkeren Stossdämpfern ausgerüstet. Auch wenn alle Probefahrten sehr zufriedenstellend ausgefallen sind, habe ich alle Originalteile mit eingepackt. Man kann ja nie wissen ...

Mit Spezialkonstruktion maximale Einfederung geprüft
Mit Spezialkonstruktion maximale Einfederung geprüft
Mit Spezialkonstruktion maximale Einfederung geprüft
Neuer Schäkel mit Verstärkung in der Mitte
Neuer Schäkel mit Verstärkung in der Mitte
Neuer Schäkel mit Verstärkung in der Mitte
Maximale Achsverschränkung
Maximale Achsverschränkung
Maximale Achsverschränkung

 

 


Der Original-Benzintank von 'Luisa' fasst lediglich 55 Liter und bei einem Verbrauch von gegen 20 Litern pro 100 km mussten wir auf der Rallye Le Jog schmerzlich erfahren, dass man damit in England nachts nicht weit kommt, schon gar nicht, wenn man sich immer irgendwo im Nirgendwo aufhält..

Seit der Rallye Lima to Cape Horn weiss ich, dass das Tankstellennetz auch in Südamerika manchmal sehr überschaubar ist und nicht alle Tankstellen auch tatsächlich Benzin anbieten. Deshalb habe ich einen zusätzlichen 85 Liter Benzintank eingebaut und so das Gesamtvolumen auf rund 140 Litern erhöht. Das sollte nun für mindestens 600 km am Stück reichen, wobei man berücksichtigen muss, dass die Fahrzeuge in grosser Höhe bei abnehmender Leistung deutlich mehr Benzin verbrauchen als im Flachland.

Der Anschluss passt (endlich ...)
Der Anschluss passt (endlich ...)
Der Anschluss passt (endlich ...)
Hier wird die Tankentlüftung und das Tauchrohr für die Benzinstandsanzeige montiert
Hier wird die Tankentlüftung und das Tauchrohr für die Benzinstandsanzeige montiert
Hier wird die Tankentlüftung und das Tauchrohr für die Benzinstandsanzeige montiert

 

 


Wie auf solchen Rallyes üblich, ist der administrative Aufwand für den Fahrzeug-Transport nach Südamerika gross. Erstmals in meiner ganzen 17-jährigen Rallye-Karriere wurden Fotos von der Original-Chassisnummer und der Original-Motorennummer verlangt. Bis anhin hat ein gut sichtbares selber angefertigtes Typenschild ausgereicht.

Also bin ich auf die Suche gegangen und habe die gewünschten Nummern abfotografiert. Ich könnte wetten, dass weder beim Import der Fahrzeuge noch während der Rallye diese Nummern jemals kontrolliert werden ...

Chassis-Nummer (ist nur bei sehr guter Beleuchtung auffindbar)
Chassis-Nummer (ist nur bei sehr guter Beleuchtung auffindbar)
Chassis-Nummer (ist nur bei sehr guter Beleuchtung auffindbar)
Motoren-Nummer (ebenfalls nur bei sehr guter Beleuchtung auffindbar)
Motoren-Nummer (ebenfalls nur bei sehr guter Beleuchtung auffindbar)
Motoren-Nummer (ebenfalls nur bei sehr guter Beleuchtung auffindbar)

 


... und zu guter Letzt musste das Fahrzeug von allen Seiten abfotografiert und die Bilder eingeschickt werden. Bin gespannt, wo dann diese später alle im Internet auftauchen werden ...

11.Vehicle-photo-front.jpg
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11.Vehicle-photo-left.jpg
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11.Vehicle-photo-rear.jpg
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11.Vehicle-photo-right.jpg
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Zusätzlich habe ich diverse Schubladen und Ablagefächer eingebaut mit dem Ziel, im Notfall alles möglichst schnell und unversehrt zur Hand zu haben. Wichtige Teile wie Pannendreieck, Notfallapotheke, Leuchtwesten und anderes haben eigene, leicht zugängliche Halterungen bekommen, welche die zugehörigen Teile auch bei sehr grossem Geschüttel - und das wird es geben - (hoffentlich) nicht loslassen werden.

Für den ebenfalls nachträglich eingebauten Ölkühler habe ich unterhalb der vorderen Stossstange einen mechanischen Schutzbügel angefertigt und verzinken lassen, welcher auf der obigen Frontansicht von 'Luisa' gut zu sehen ist. Dahinter und damit ebenfalls gut geschützt sind die beiden Tagesfahrlichtlampen, welche mich für entgegenkommende Fahrzeuge gut erkennbar machen sollten. Da 'Luisa' über keinen schweizerischen Veterantenstatus verfügt (wegen Überrollbügel, Schalensitzen und 4-Punkt-Hosenträgergurten nicht möglich), sind diese Lampen sogar legal laugh.

Die beiden an der Stossstange befestigten Zugösen halten einiges aus und haben sich schon bestens bewährt. Einerseits könnte man daran 'Luisa' bei Bedarf gut aus dem Dreck ziehen, andererseits war es bis heute immer umgekehrt: Ich habe mit 'Luisa' auf der Rallye Le Jog rückwärts ziehend zwei Teilnehmerfahrzeuge aus dem Dreck, resp. das Bord hoch gezogen. Man hat so bessere Kontrolle über den Zugvorgang und zudem ist der Rückwärtsgang noch stärker untersetzt als der 1. Gang.

Von den Reifen her habe ich den Yokohama Geolandar A/T aufziehen lassen. Dieser 'All Terrain' Reifen verfügt über verstärkte Seitenflanken und ein 'vernünftiges' Profil, welches im Gelände gut hält, aber auch über einen akzeptablen Abrollkomfort auf Asphaltstrassen verfügt.

Selbstverständlich hat auch mein Humidor einen gut geschützen und leicht zugänglichen Platz erhalten wink. Für die Reise habe ich ihn mit 300 gr. Pfeiffentabak gefüllt, versiegelt und angeschrieben. Bin ja gespannt, wieviel davon ankommt!

Summa summarum: An fehlenden Vorbereitungen sollte es eigentlich nicht mangeln. Die Frage ist jeweils nur: Habe ich alle mutmasslich benötigten Ersatzteile dabei oder geht dann etwas kaputt, was ich nicht dabei habe? Wir werden sehen ...