Gaucho Trail Motor Challenge 03.11.2026 - Day 2: Rivera to Santa Crus do Sul (423 km)

Schon früh haben uns die Shuttle-Busse wieder zu unseren Fahrzeugen gebracht, welche zu Kontrollzwecken die Nacht über auf dem Gelände der brasilianischen Zollbehörde verbracht haben. Uns war aber allen nicht klar, was genau kontrolliert wurde, denn wir durften die Fahrzeuge abschliessen und den Schlüssel mitnehmen ... Egal, es klappte alles reibungslos und bekanntlich bin ich jetzt in einem Alter, wo ich nicht mehr alles verstehen muss wink.

Es war ein traumhafter Morgen, angenehm warm und nur wenig Wind. Auf Grund der unerwartet speditiven Abwicklung aller Grenzformalitäten mussten wir an einer Tankstelle mit Café etwas warten, bis der Veranstalter alle seine Marshalls in Stellung bringen konnte. Aber gegen 10 Uhr war ich am Start der 1. Regularity über 25 km. Ein grosser Teil der Strecke war in teilweise tiefem und nur in den Spuren festgefahrenen braunrotem Sand zu absolvieren. Spuren gab es viele, da auch Lastwagen einer nahegelegenen Holzverarbeitungsfirma diese Strecke befuhren. Nicht immer passten die vorgegebenen Lastwagenspuren zu den Spurbreiten unserer Fahrzeuge und so schwammen wir bei 50 km/h doch recht eindrücklich zwischen den Spuren hin und her. Ich dachte mir noch: Nur einmal zu lange ausserhalb der Spuren fahren und man bleibt im Sand stecken!

Kaum gedacht, lag auch schon ein vorderes Fahrzeug nach einer scharfen Rechtskurve im Graben. Passiert ist zum Glück nichts und der Fahrer war bereits am Schaufeln. 'Luisa' meisterte die Aufgaben ohne Zuschaltung des Allradantriebes souverän und wir kamen nach 25 km mit 5 Sekunden Zeitdifferenz im Ziel an (zu früh). Das gefiel mir natürlich nicht, aber als ich am Abend hörte, dass der momentan Führende der Rangliste sowie ein weiterer Crack ebenfalls 4 und 5 Sekunden zu früh waren, sehe ich den Fehler eher weniger bei mir.

Ein Mittagessen gab es heute nicht, wir mussten uns fliegend verpflegen oder es auslassen, was der Linie ganz gut tut!

Die 2. Regularity war nur mit 40 km/h zu fahren, entsprechend unübersichtlich, schmal und schlecht war die Strecke. Viele Schläge liessen 'Luisa' in den Grundfesten erschütternd, aber alle wurden schadlos überstanden und als Belohnung folgte ein 0-er am Ende derf Regularity smiley.

Dann ging es rund 120 km weiter Richtung Etappenort wo wir im Autodrome vor der Stadt einen grossen Rundkurs fahren konnten. Die darin integrierten Pylonengassen behagten 'Luisa' auf ihren grobstolligen All-Terrain-Reifen gar nicht und das Ablesen zweier Codeboards mit gleichzeitigem Aufschreiben im Timebook kosteten mich weitere wertvolle Sekunden. Aber das wusste ich ja schon von Anfang an.

Leider sind auch heute (unüblich) viele technisch bedingte Ausfälle zu verzeichnen und ich weiss nicht, ob man alle Fahrzeuge wieder zum Laufen bringen wird. Die Mechaniker-Teams sind jedenfalls stark gefordert!

'Luisa' kommt bei den Teams sehr gut an. Einerseits weil der Toyota FJ-40 generell schon einen gewissen Kultstatus geniesst - vor allem in den Staaten und Australien, andererseits weil meine selbst gebauten Solo-Navigationseinrichtungen sowie die Organisation der Ersatzteile und des Werkzeuges überzeugen. Aber auch, weil ich heute morgen während der Wartezeit den Parkplatz mit Hits aus den 80-er Jahren beschallen konnte. Nur an etwas habe ich zu Hause nicht gedacht: Beim Fahren mit offenen Fenstern blättert der Fahrtwind die Roadbookseiten selbständig um! Ich habe jetzt zwei Wäscheklammern montiert und das Problem ist gelöst cheeky.

 

Mein Arbeitsplatz in der Übersicht ...
Mein Arbeitsplatz in der Übersicht ...
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... man beachte die Wäscheklammern!
... man beachte die Wäscheklammern!
... man beachte die Wäscheklammern!
Mücken hat es nicht wenige!
Mücken hat es nicht wenige!
Mücken hat es nicht wenige!
Ein Namensvetter von Röbi fährt auch mit
Ein Namensvetter von Röbi fährt auch mit
Ein Namensvetter von Röbi fährt auch mit
Wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass die Ventilsteuerung auf einer Zylinderbank ausgebaut ist. Hoffentlich kommt das gut!
Wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass die Ventilsteuerung auf einer Zylinderbank ausgebaut ist. Hoffentlich kommt das gut!
Wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass die Ventilsteuerung auf einer Zylinderbank ausgebaut ist. Hoffentlich kommt das gut!
Warten am Regularity-Start
Warten am Regularity-Start
Warten am Regularity-Start