5. Generations Rally Von Seuzach nach Chepstow (Hinreise)

17.03.2026: Kurz nach der entscheidenden Sitzung über den Bau der Oldtimer-Arena Seuzach (ja, wir bauen smiley!) bin ich mit 'James' auf dem Anhänger und meinem Zugfahrzeug Ford Ranger in Seuzach losgefahren. Rund 630 km nach Saint Quentin galt es noch bis zum Abend zu absolvieren, also alles in allem eine gemütliche Fahrt, denn der grösste Teil fand auf Autobahnen oder sehr gut ausgebauten Schnellstrassen statt.

Der Verkehr war gut überschaubar und ausser meinem nicht funktionierenden Bip&Go Transponder für die automatische Einkassierung der französischen Autobahngebühren (die Batterie des Transponders war leer, die man vorgängig weder testen noch selber wechseln kann) gab es keine speziellen Vorkommnisse. Auf den französischen Autobahnen darf man mit einem Anhänger so schnell fahren wie es auch für das Zugfahrzeug gestattet ist, sofern der Anhänger die dafür nötigen technischen Voraussetzungen erfülllt. Auf Grund der zuvor durchgeführten üblichen Inspektion habe ich auf den Achsen gesehen, dass diese bis zu 140 km/h zugelassen sind. Das habe ich selbstverständlich nicht ganz ausgereizt, bin aber trotzdem gut vorangekommen angel.

Gegen 19.00 Uhr bin ich beim zuvor gebuchten B&B Hotel angekommen und habe dort Beppi und Nora getroffen, welche kurz zuvor mit ihrem wunderschönen Jaguar auf eigener Achse angekommen sind. Zusammen haben wir im Nachbars-Restaurant ein sehr preiswertes 3-gängiges Abendessen genossen, welches meine Verdauung noch längere Zeit in Anspruch nahm. Schon um 21:30 Uhr war ich am Kopfkissen horchen ...

18.03.2026: Bereits um 08:00 Uhr sind wir losgefahren. Noch knapp 170 km waren bis zum Eurotunnel-Portal in Calais zu absolvieren, wo wir pünktlich ankamen und schon bald darauf den Ärmelkanal im Untergrund passieren konnten. Das Wetter war prächtig und angenehm warm.

Rund 35 Minuten später kamen wir in Folkstone an. Auch hier war es schön und sogar noch wärmer, bis 20° Celsius! Schon gestern wollte ich unterwegs AddBlue-Dieselzusatz tanken, aber die entsprechenden Zapfsäulen waren alle defekt.  In England habe ich keine solchen Zapfsäulen gefunden sondern musste zähneknirschend einen 10 Liter Kanister kaufen, bei dem der Literpreis ungefähr das 10-fache des Preises an der Zapfsäule kostet! Das Einfüllen dauerte mehr als 10 Minuten, weil der (nur einmal) anschraubbare Schlauch dieses Kanisters über keinerlei Entlüftung verfügte. Dafür war das Plasikgewinde undicht, so dass ein Teil des Inhaltes anfänglich auf meine Schuhe tropfte.

Weiter ging es zuerst auf der M20 und dann auf der M25 an den Südwestrand von London, wo wir am frühen Nachmittag das nächste Hotel erreichten. Der Vekehr war nun deutlich stärker und ich kam nicht mehr so zügig vorwärtes wie gestern, zumal in England Anhängerfahrzeuge bei dreispurigen Autobahnen die äusserste schnelle Spur nicht benutzen dürfen. Daran habe ich mich - Ausnahmen bestätigen die Regel - fast immer gehalten.

Im Hotel angekommen habe ich das Zimmer bezogen und anschliessend haben wir im hoteleigenen Gartenrestaurant bei schönstem und warmem Wetter einen Hamburger genossen, bevor wir uns auf unsere Zimmer zurückzogen und uns einen Mittagsschlaf gönnten.

Die Dame an der Reception hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Das via gut gefülltem Ausschnitt zur Schau gestellte Tattoo war das Eine, aber wie man mit solch spitzen und langen Fingernägeln auch nur schon einfachste Alltagsarbeiten erledigen kann, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben ...

Morgen geht es dann weiter zum Starthotel der Rallye, welches in der Nähe von Cardiff liegt. Wir werden erneut keine Eile haben, denn das Scrutineering beginnt erst ab 16:00 Uhr. Vorher werde ich wie üblich die Tripmaster-Strecke abfahren und andere Vorbereitungen treffen. Jetzt geht es aber zuerst einmal zum Aperitif und zum Nachtessen smiley.

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