Ötztal-Classic Tag 2 - Südtirol Runde (269 km)
Nach einer halbwegs geruhsamen Nacht mit leichtem Magengerumpel traf ich Adrian schon um 07:15 Uhr beim Frühstück und dann um 08:30 Uhr bei 'Isabella'. In der Nacht hatte es - zum Glück - deutlich abgekühlt und ich war froh um meine Jacke. Das Wetter klarte zusehends auf und um 09:00:00 Uhr starteten wir wiederum als Erste zu den heutigen Etappen.
Erneut haben wir heute alle Abzweigungen auf Anhieb gefunden, hingegen hat das Einhalten der vorgegebenen Zeiten bei den Sonderprüfungen noch Luft nach oben. Manche gelangen uns - zumindest aus unserer Sicht - sehr gut und andere eher sehr weniger gut. Die Zeitmessung mit Lichtschranken ist für den Organisator eine gute Sache, weil da im Gegensatz zu den sonst zu überfahrenden Luftschläuchen bei übermotivierten Startvorgängen der Teilnehmenden keine Schläuche kaputt gehen. Diese Lichtschranken stehen alle auf ca. 15 bis 25 cm hohen Stativen und so weiss man nie genau, ob jetzt bereits die Stossstange oder der Frontspoiler oder erst der Vorderreifen das Signal auslöst. Da wir aber noch weit gröbere Fehler machen, welche das Resultat deutlich stärker beeinflussen, ist diese Betrachtungsweise eher im akademischen Bereich anzusiedeln.
Adrian ist heute den grössten Teil der Strecken gefahren während ich den Part des Beifahrers übernommen habe. Ich bin lediglich zwei Reguarities sowie die 45 km lange Schlussetappe nach dem Nachtessen über das Timmelsjoch gefahren. Adrian macht das sehr gut und auch 'Isabella' scheint sich gut an ihn gewöhnt zu haben. Sie verrichtete alle ihre Arbeiten ohne Fehl und Tadel und hatte lediglich einmal etwas Startschwierigkeiten, nämlich nach einem längeren, steilen und anspruchsvollen Aufstieg ins Dorfzentrum von Tirol (doch, doch, es gibt so ein Dorf!). Diese Strecke wurde extra für uns geöffnet, denn normalerweise dürfen diese höchstens Anwohner befahren.
Alles in allem war es ein schöner Tag mit Strecken in vielen schönen Gegenden, guter Gesellschaft und zufriedenstellenden Resultaten. Wettermässig haben wir - mit Ausahme von Schnee und Hagel - das ganze Portfolio von Petrus erleben dürfen und wider Erwarten hat das Licht von 'Isabella' bei einbrechender Dunkelheit durchaus genügt.
Das Timmelsjoch ist von abends 20:00 Uhr bis morgens um 07:00 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Da wir im Restaurant Hochfirst - welches direkt bei einer Sperrschranke gelegen ist - das Abendessen einnehmen durften, bekamen wir eine Sonderbewilligung für das spätere Weiterfahren. Wir starteten von dort aus wiederum als 1. Fahrzeug und zwar exakt um 20:00:00 Uhr. Gerade als wir Anlauf für das zeitgerechte Passieren der Lichtschranke nahmen, senkte sich diese Sperrschranke genau vor 'Isabellas' Kühlerhaube und wir mussten nochmals abrupt anhalten. Ganz offensichtlich hatte diese Sperrschranke keine Kenntnis von unserer Sonderbewilligung. Das Problem konnte aber bald darauf behoben werden und wir durften ohne Strafzeit nochmals starten
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Kurz nach 21:00 Uhr kamen wir im Hotel an (der ganze Zeitplan wurde um 1 Stunde vorverschoben) und durften unsere lieben Frauen, welche am Nachmittag angereist waren, in den Arm nehmen.
Morgen geht es wiederum um 09:00:00 Uhr los, diesmal ins Inntal bis Innsbruck. Gegen 16:00 Uhr sollten wir nach knapp 170 km zurück im Ziel sein um dann später den Schlussabend mit der Preisverteilung zu geniessen. Das wird ein geruhsamer Abend werden, da wir kaum bis auf die Bühne hochsteigen werden müssen
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