Nordic Challenge 28.06.2026 - Day 0: Scrutineering & Signing On
Als ich um 09:30 Uhr vors Hotel ging, war 'Luigi' bereits ausgeladen und stand auf einem Parkplatz. Der Chauffeur hatte offenbar Mühe, das Auto zu starten, denn die Batterie war ziemlich unten. Es ist derzeit in der Tat nicht ganz einfach, den Motor in kaltem Zustand zu starten, denn wenn man den Choke etwas zu weit und zu lang herauszieht, säuft der Vergaser ab und erholt sich nicht mehr so leicht. Auch der Anlasser zickt immer wieder, mal startet er, mal startet er nicht und zieht dafür die ganze Spannung runter.
Wer sein Auto liebt, der schiebt und so kam es auch: Mit vereinten Kräften schoben wir 'Luigi' bis zur Parkplatzabfahrt und liessen ihn anrollen. Nach einigem 'Gehuste' sprang er aber an und ich konnte ihn warmlaufen lassen. Der Alternator hatte viel zu laden und das Ampèremeter stand noch längere Zeit am Anschlag bei 50 Ampère.
Kurz darauf fuhren wir zur Tripmaster-Eichstrecke und zum Tanken. Sobald der Motor warm ist, springt er immer sofort an und so konnten wir von der Tankstelle nach dem Tanken von fast 100 Liter Benzin (E5 und nicht E10
) problemlos starten und losfahren.
Die Eichstrecke fuhren wir 2 Mal ab und die Differenz zwischen diesen beiden Messungen betrug nur 2 Impulse von total fast 3'400 Impulsen auf 7.188 km. Die Differenz bezüglich der letztjährigen Rallye Islands of Japan war jedoch recht gross, was aber durch den Wechsel auf neue Pneus mit gutem Profil erklärbar war. Nach dem ich alles richtig eingestellt hatte, fuhren wir retour zum Hotel.
Die Technische Abnahme von 'Luigi' in der Tiefgarage des Hotels wie auch das Montieren aller Schilder und Kleber verliefen wie immer problemlos, allerdings musste ich vorher noch die linke kombinierte Rücklicht- und Blinkerbirne auswechseln, da sich das ursprünglich montierte Exemplar aus unerfindlichen Gründen in seine gläsernen Bestandteile aufgelöst und damit den Dienst quittiert hatte. Und einmal mehr hat der Testlauf meiner mit 12 Volt betriebenen 6-Volt Hupe in der Tiefgarage für erhöhte Pulsfrequenzen gesorgt. Es kam aber niemand nachhaltig zu Schaden, am ehesten noch der zufällig anwesende und direkt bei 'Luigi' stehende Rallye-Arzt. Aber der wusste ja, wie er sich hätte helfen müssen ...
Das später folgende Fahrerbriefing brachte keine grundlegend neue Erkenntnisse, aber wir wurden erneut von den vielen Geschwindigkeitsüberwachungskameras - vor allem in Schweden - gewarnt. Nun ja, da ich ja seit der letztjährigen Japan- Rallye auch ausserorts kaum mehr über 50 fahre, sollte uns das nicht gross belasten (oder habe ich das nur geträumt
)?
Morgen starten wir mit der Startnummer 5 um 08:35 Uhr. In unserer Kategorie der Vorkriegsfahrzeuge - wo 'Luigi' ja auch dazu gehört - hat es nur 5 Fahrzeuge. Die Chancen, hier unter die ersten Drei zu kommen, sind also intakt. In der Kategorie der Nachkriegsfahrzeuge fahren 24 Fahrzeuge mit. Viele Teams sind erfahrene und bewährte 'alte Hasen', es wird also eine spannende Challenge werden. Morgen stehen bereits 3 Regularities und 2 Rundkurse auf dem Programm, also nichts mit sanftem Angewöhnen!
Wer unsere Rallye resultatmässig etwas mitverfolgen möchte, kann sich auf der Sportity-App (Handy) mit dem Code Nordic26RtG einloggen.

