Nordic Challenge 26./27.06.2026 - Anreise und Fahrzeugübernahme
26.06.2026: Die Hinreise verlief ohne besondere Vorkommnisse. Trotz Hitze waren alle Verkehrsmittel pünktlich und so landeten wir gegen 19:10 wie vorgesehen auf dem Flughafen in Kopenhagen. Die Fahrt mit dem Taxi ins Hotel dauerte rund 20 Minuten, das Einchecken im Hotel 5 Minuten und weitere 10 Minuten später waren wir schon auf der Promenade, welche zwischen dem Hotel und dem Hauptkanal des Öresund entlang führte.
Die Hotelbar und auch die Terrasse waren wegen einer privaten Veranstaltung geschlossen und so schlenderten wir bei fast fröstelnden Temperaturen (sic!) und einem lauen Lüftchen in die nahe gelegene und auf dem Kanal schwimmende Green Island Bar. Mit etwas Glück fanden wir am Rand eines der kleinen schwimmenden Pontons ein Tischchen für uns zwei - direkt bei der Bar. Der mächtige Zapfhahn bot 10 verschiedene Biere an und ich reihte mich in die Warteschlange ein. Kurz bevor ich dran kam, gab dieser Biergockel den Geist auf und ich wurde an die rund 20 Meter weiter entfernte Bar verwiesen. Hier hätte der Zapfhahn zwar funktioniert, aber alles Bier sei ausgegangen. Wenigstens konnte ich die von Irene gewünschte Cola mitnehmen (gratis!) und man versprach mir, das Bier später zu bringen. Tatsächlich, keine 2 Minuten später wurde Bier gebracht und das erst noch in doppelter Ausführung, getreu meinem bekannten Motto: Ungefähr ein Bier ...
Wir hatten viel zum Schauen: Nebst der übrigen bunt gemischten Gästeschar posierte etwas weiter hinten ein dunkelhäutiger Saunagänger seinen perfekt ausgebildeten tätowierten Body mit ausgeprägtem Six-Pack und gut gefüllter Badehose (könnte auch eine Hasenpfote gewesen sein). Mindestens vom Six-Pack wie auch von den Tätowierungen her hätte ich im Vergleich deutlich das Nachsehen gehabt, allerdings bin ich nach wie vor der Ansicht: Warum nur ein Six-Pack, wenn man ein ganzes Fass haben kann
.
So gegen 22:30 Uhr sind wir zurück ins Hotel. Irene ist aufs Zimmer, während ich in der jetzt offenen Hotelbar Sabine und Oli zu einem Schlummerbecher getroffen habe.
27.06.2026: Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir um ca. 10:00 Uhr einen HoppOn-HopOff Bus direkt vor dem Hotel bestiegen. Mit dem Chauffeur der Transportfirma CARS haben wir - und auch andere Betroffene - ausgemacht, dass wir unsere Fahrzeuge erst morgen Sonntag übernehmen. So mussten wir uns nicht selber um Parkierungsmöglichkeiten kümmern, da die für uns reservierten Parkplätze erst ab Morgen Sonntag 10:00 Uhr zur Verfügung stehen.
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt und dem erfolgreichen Erstürmen eines UNIQLO-Ladens fanden wir Zuflucht in einem schattig gelegenen Kaffee mit Bar. Es ist jetzt gegen 35° Celsius warm geworden und wir beschlossen, uns nur noch so wenig wie möglich zu bewegen und der sich ebenfalls nur langsam bewegenden Menschenmenge in Ruhe zuzuschauen. So alle Viertelstunden fuhr ein mit grölenden StudentInnen und lauter Musik beladener Lastwagen vorbei. Beim grossen Brunnen rund 30 Meter von uns entfernt wurde Halt gemacht und die ganze Meute kletterte lärmend vom Lastwagen und kühlte sich samt der spärlich vorhandenen Kleidungsstücke am Körper im Brunnen ab. Offenbar wird diese Wochenende Schulabschluss in Form einer Mischung zwischen dem amerikanischen 'Spring-Brake' und dem Tech-Umzug in Winterthur gefeiert.
Irgendwann trennten sich die Wege von Irene und mir. Ich suchte vergeblich nach einem Coiffeur und lief dann retour zum Hotel, während Irene erneut den Bus bestieg, weitere Teile von Kopenhagen erkundete und später ebenfalls zurück ins kühle Hotelzimmer gelangte.
So wie ich uns kenne, werden wir heute keine grossen Sprünge mehr unternehmen, zumal auf der Promenade vor dem Hotel kaum mehr ein Durchkommen ist ...
Das Zentrum von Kopenhagen ist sehr schön anzuschauen und relativ verkehrsarm. Für die vielen Radfahrer hat es so gut wie überall eigene breite Fahrspuren, welche rege benutzt werden. Die Lichtsignalanlagen sind zahlreich, aber die Radfahrenden in Kopenhagen sind auffällig häufig farbenblind
. Als Fussgänger sollte man sich besser nicht zu fest auf grüne Verkehrsampeln verlassen ...
Unser Abendessen konnten wir auf der Hotel-Terrasse direkt vor der Promenade einnehmen und wir hatten viel zu beobachten und zu kommentieren. Kaum ist die Sonne weg, wird es wegen der leichten Meeresbrise schnell und deutlich kühler, resp. richtig angenehm. Wir haben ausgezeichnet gegessen und uns nebst Wasser und Cola zwei doppelte Gin Tonics geleistet. Das ging ganz schön ins Geld: Alleine die beiden doppelten Gin Tonics haben umgerechnet etwas mehr als CHF 60 gekostet, dafür war das Essen relativ preiswert. In Finnland wird der Alkohol noch teurer sein; eine gute Gelegenheit, ein paar alkoholfreie Tage einzulegen
.
Jetzt geht's langsam in die Heia, evt. reichen meine Kraftreserven noch aus, weitere Vorrundenspiele der Fussball-WM zu schauen. Morgen können wir ab 09:30 Uhr unsere Fahrzeuge vor dem Hotel in Empfang nehmen und wir werden dann gleich die Tripmaster-Eichstrecke abfahren und volltanken. Das ganze Einschreibeprozedere sowie die Technische Abnahme starten ab 13:00 Uhr. Am Abend folgt dann der Empfangs-Apéro sowie das Welcome-Dinner. Am Montag morgen geht es dann recht gemütlich los auf die 433 km lange Etappe nach Hindàs in Schweden.





